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Mitarbeiter in der Gastronomie wollen mehr als einen Tischkicker

Aktualisiert: 10. Aug 2019

In meinen Beratungen höre ich ständig, dass es ja inzwischen ziemlich schwierig sei gute Mitarbeiter in die Unternehmen zu bekommen.

Ja das stimmt, jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hotellerie und Gastronomie nicht gerade auf der Wunschliste der Berufe steht. Und dennoch: Es gibt sie noch, die potenziellen Mitarbeiter, die es zu gewinnen gilt. Nur lassen sich diese Mitarbeiter nicht mehr von Selbstverständlichkeiten locken.

Wir haben Mitarbeiter am Start, die umworben und umkämpft sind. Das schafft Eitelkeiten. Es werden gezielt Menschen aus der Hotellerie abgeworben. Hier mal zwei aktuelle SIXT Stellenanzeigen:


Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für unsere Vermietstation in Heidelberg vertriebsstarke und serviceorientierte Verkaufsberater / Kundenberater (m/w/d). Sie lieben Autos und haben Verkaufserfahrung? Sie wissen, was exzellenten Kundenservice ausmacht und gute Kundenberatung bedeutet? Dann bewerben Sie sich! Nutzen Sie die Autovermietung gerne auch als Career Changer und bewerben Sie sich als Quereinsteiger und gelernte(r) Hotelfachmann / Hotelfachfrau, Verkäufer, Empfangsmitarbeiter oder Servicekraft (m/w/d).


Zur Verstärkung unseres Teams im Bereich Administration, Internal Support & Services an unserem Standort in Berlin suchen wir ab sofort einen kunden- und serviceorientierten Mitarbeiter am Empfang (m/w/d) in Vollzeit. Gerne mit Berufserfahrung an der Rezeption oder im Front Office. Bewerben Sie sich ebenfalls als gelernte(r) Hotelfachmann / Hotelfachfrau, Verkäufer(in), Reisebüromitarbeiter(in), Sekretär(in), Assistent(in) oder Servicemitarbeiter(in).


Warum ist das möglich?

Ganz einfach. Es liegt nicht nur an den Arbeitszeiten. Spätschichten hat SIXT auch. Es liegt auch nicht an der besseren Bezahlung.


Es liegt in vielen Fällen am Aussenauftritt und am Mitarbeitermarketing. Dazu gehört mehr als ein Tischkicker. Dazu gehören neue Führungskompetenzen, die Einbindung von Mitarbeitern in Unternehmensprozesse, ein professionelles Onboarding, das übertragen von Verantwortlichkeiten und vieles mehr.


Das Thema Employer Branding sollte als Priorität A in den Unternehmen gesehen werden.


Und ja, es gibt sie , die Unternehmen die auf einem guten Weg sind. Die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr wertvollstes Gut zu pflegen, zu binden und einzubinden.


Die sich von bisher üblichen Vorgehensweisen losgesagt haben, die Mitarbeiterentwicklung im Unternehmen verankert haben, die Visionen und Werte kommunizieren, die offen mit Zahlen und Budgets umgehen.


Beispiele gäbe es genug.


Der blaue Reiter in Karlsruhe, das Mövenpick in Stuttgart, Jürgen Krenzer von der Rhön, die Initiative Faire Arbeitgeber, die Allgäu Top Hotels, Ringhotel Krone in Schnetzenhause, Hotel bei Schumann um nur einige Ansätze zu nennen.

Und nein, es sind nicht nur große Unternehmen.


Wir werden uns in Zukunft daran messen lassen müssen wie wir mit unseren Mitarbeitern umgehen.


In einem vorherigen Block schrieb ich die provokante These:


Ohne Mitarbeitermarketing, erübrigt sich irgendwann Ihr Gästemarketing.



In unserem Seminar Employer Branding zeigen wir Ihnen was möglich ist, auch ohne großes Budget.


Wir sollten anfangen aus den gastronomischen Betrieben das zu machen was sie seit je her sind. Gastgeber. Auch für Mitarbeiter.


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